Sabine Bohlmann

Was hat Ihnen als Kind beim Einschlafen geholfen, Frau Bohlmann?

Als Kind hatte ich einen ganzen Bärenhaufen in meinem Bett. Der größte hieß Hucky. Er liegt immer noch in meinem Bett. Allerdings war er damals viel größer als heute. Stofftiere schrumpfen wohl mit der Zeit. Jedenfalls war Hucky so groß, dass ich meine Beine und meine Arme um ihn schlingen konnte und so ließ es sich wunderbar einschlafen. Ohne Hucky ging gar nichts.

Dazu gab es noch zwei kleinere Bären: Huckylinchen und Huckybienchen und noch einen ganz kleinen, der hieß Tom Sawyer. Wenn ich heute nicht einschlafen kann, wälze ich mich hin und her. Und dann wieder her und hin. Dann denke ich mir Geschichten aus. Zum Beispiel von kleinen Siebenschläfern, die nicht schlafen können.

Kerstin Schoene

Was hat Ihnen als Kind beim Einschlafen geholfen, Frau Schoene?

„Wenn es ums Schlafen geht, bin ich eine kleine Wühlmaus. Und damit zumindest artverwandt mit dem kleinen Siebenschläfer. Ich mochte schon immer bauschige Decken-Berge, in die man sich richtig hineingraben kann. Diese Liebe, sowie meine Lieblingsfarbe, wurden mir als Bündel direkt in die Wiege gelegt: in Gestalt meiner türkis-blauen Kuscheldecke. Wo ich war, war sie – wo sie war, schlief ich! Meist umschlungen in abenteuerlichen Verrenkungen. Hier gedrückt, da geknufft, ein bisschen gezerrt, ein Zipfel zwischen den Zehen. Ich sammelte Lebensjahre und meine Decke Flicken. Heute ist sie im Ruhestand. Aber es gibt sie noch...“